Personen Konzerte Malerei LandArt Capraia-Kurse

25 Jahre Konzerte
  1978-2002




 

Programm-Vorschläge
Jeder Titel steht für einen in der Regel zweiteiligen Abend. Die Auflistung bisheriger Aufführungen gibt eine Idee, in welchem Rahmen die Konzerte stattfinden können. Kirchen (Montreal), Thermen (Aalen), Museen (Hannover), Konzertsäle (Linz), Treppenhäuser (Köln, Lutherturm), Grotten (Jeita), Ruinen (Persepolis), Berggipfel (Ste. Baume) etc. haben sich immer wieder als inspirierende Environments erwiesen. Eine Rolle spielt stets die besondere Akustik, aber auch das Panorama, der "genius loci" ("Bach im Bach", "Zen-Musik im Steingarten des Ryoanji") und die Architektur. Nicht umsonst hat Schott-Wergo Vetters Oberton-CDs in Abteien wie denen von Senanque und Thoronet aufgenommen.
Gerade improvisatorische Ereignisse, Musiken, die aufgrund ihrer Wandelbarkeit mit Räumen und Zeiten zu korrespondieren vermögen, sind für außerordentliche Plätze ganz besonders empfänglich. Jeder, der einen besonderen Aufführungsort kennt, sollte ihn mit einer derart "inspirierbaren" Musik in Verbindung bringen - und umgekehrt: Wer die Aufführung einer derart inspirierbaren Musik in die Wege leiten möchte, sollte sich nach entsprechend besonderen Aufführungsorten umschauen.







OBERTÖNE
musikalische Meditationen für Stimme, Gong und Tambura
"Vetter kann tatsächlich zwei- und mehrstimmig singen, wobei man den "instrumentalen" Charakter der Obertöne ungefähr mit dem Klang einer Flöte vergleichen kann. Zusammen mit der obertonstarken Tambura und einem riesigen Gong vollführte er so ein akustisches Happening, bei dem es ihm gelang, unsere jahrhundertelange Fixierung auf eine Musikgeschichte aus der Beziehung von Grundtönen zu durchbrechen. Wesentlicher Helfer zu solcherart Konzentration (es war über zwei Stunden nicht einmal ein Huster zu hören) ist freilich Michael Vetters am Zen geschulte Meditationstechnik, die der eher technischen Gesangsakrobatik ihr Sinn-Fundament gibt." (Bremer Rundschau)

"Er hat das Obertonsingen weiterentwickelt zu einer Virtuosität, wie ich sie von keinem Musiker dieses Genres kenne. Dabei arbeitet er vier- und fünfstimmig, legt scheinbar unabhängig voneinander sich bewegende Melodien übereinander, löst auf zu Elementen des lilting und scatting und läßt fein modulierte Pfeiftöne durch die Luft schwingen, so, als kämen sie nicht von ihm, sondern entstünden irgendwo in der Atmosphäre..." (Frankfurter Rundschau)

"Die andächtige Tiefe des Vortrags, kombiniert mit der sensationellen Technik der Obertonkunst, machte den Abend zu einem unvergleichlichen Erlebnis." (Berliner Morgenpost)

"Die phantastische Wandlungsfähigkeit seiner Stimme - als Obertoninstrument scheint sie in der Lage zu sein, zwei und mehrstimmig zu singen, Töne in ihre Grundlagen zu zerlegen, sie auf bestimmte Weise wieder zu verdichten und sythesizerartig zu verfremden - zog schon in den ersten Sekunden auch skeptische Zuhörer in ihren Bann. Der Gesang des Zen-Mönches schien sich vom Ausführenden zu lösen, einzelne Töne schwebten beinahe fühlbar durch den Raum, Gesten des Meisters schienen den Klang zu formen, an ihn zu binden, um ihn gleichzeitig freizugeben, zu einer Reise durch die Zeiten." (Westfälische Nachrichten)
Aufführungen ua. in Bremen (Dom), Berlin (Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche),
Frankfurt (Senkenberg-Museum), Aalen (Thermen), Worms (Magnuskirche), Hildesheim
(Kreuzkirche), Neu Dehli, Calcutta, Bombay (Goethe Institute), Pondicherry (Sri-Aurobindo-Ashram).


CDs

OVERTONES (CD) für Stimme und Tambura. (Schott-Wergo)

LIEBESLIED - Obertöne aus Senanque (Südfrankreich) (Schott-Wergo)
ENTFALTUNG - LIEBESLIED - zwei Obertonprozesse für Stimme und Tambura

OM - Eine Obertonschule (3 CDs mit Beiheft dt./engl.) (Schott-Wergo)









DAS OBERTON-ORATORIUM
Musik für einen Sänger und sein Instrumentarium
"Ein Sänger und viele Zuhörer - geeint durch die Kraft der Töne, die Suggestion ausgesungener Silben, die magische Aura der schwebend auf- und absteigenden Obertöne: Ein seelisches Gesundheitsband, ein Meditationsritus, ein Mitschwingen im Klang der Welt. Michael Vetter gelang es, zeitliche und räumliche Grenzen überwindend, durch Vielfalt die Einheit zu beschwören: In seinen Klängen, seiner transverbalen Sprache mit ihrem rhythmischen Fluktuieren verschmolz die Essenz alter indischer Musik und gregorianischer Gesänge, japanischer Zen-Kontemplation und provencalischer Troubadour-Innigkeit; und fern aller Künstlichkeit, allen missionarischern Eifers fügten sich die Schwingungen zu Klang, der aus sich selbst zu kommen schien, der ein Teil war und ein Ganzes, bruchstückhaft und umfassend, ein Abbild, ein Wiederklang des Mikro- und des Makrokosmos." (Berner Zeitung)

"Die frechsten Schandmäuler versenkt er in Andacht, und dahergelaufene Abenddiebe lauschen fromm: Wo Michael Vetter den Mund auftut, herrscht sogleich der Friede einer sonderbaren Liturgie: Da hören wir wunderleichte Töne schweben, wie aufgeworfen von einer warmen Männerstimme tief unten; es klingt nach hellen Orgelpfeifen und schlängelt sich himmelhoch über dem Baß und kommt doch alles aus einer Kehle. Sein Sing und Sang strömt dahin und ist ein einziger langer Ton, den Vetter formt und formt: er sägt, muß man sagen, und schleift ihn mit tausenderlei Konsonanten und moduliert ihn mit Lippenschmeicheleien zu unerhörten Worten; und trägt ihn durch alle nur möglichen Skalen der Weltmusik bis hinein in solche von akrobatischster Chromatik, und all das überhöht, durchwirkt, durchzwitschert vom kontrapunktierenden Engelschor der Obertöne.
Woraus der kunstreiche Vetter unter grenzenlosem Körpereinsatz einen Sound von geradezu kinetischer Qualität schafft und ein wahres Tanztheater der Klänge mobilisiert." (TAZ)
"Wer meint, meditative Minimal-Musik, italienischer Belcanto, jazzender Konsonanten-Tanz und bizarr funkelnde Avantgarde-Vokalistik seinen unvereinbare Gegensätze, der wurde durch den Sänger-Komponisten Vetter wieder einmal gründlichst eines anderen belehrt: Seine abendfüllende Solo-Performance ist Stimm-Kunst total. Hier ist "Oratorium" die Versöhnung des Menschen mit all dem, was er sich letztlich schuldig ist und nicht schuldig bleiben sollte. Wahrhaftig, ein lust-voller Gottesdienst!" (The Times)
Aufführungen u.a. Seoul (Space-Theatre), Bern (Nidegg-Kirche), London (Round-House), Amsterdam (Domikanerkirche), Hamburg (Jakobikirche), Essen-Werden (Abteikirche St. Ludgerus), Baden-Baden (Spitalkirche).


CDs

Obertöne aus der Abbaye de Thoronet (Südfrankreich) (Schott-Wergo)
GESÄNGE DER NACHT - Der Raga der Wandlung I/II.

NOCTURNE in St. Antimo bei Montalcino (Amiata records)
ASCENSION - INCANTATION für Stimme solo.
NOCTURNE I und II für Blockflöte solo.

MISSA UNIVERSALIS - Die "Oberton-Messe" - mit Tambura, Gong, Koto, Flöte, Klangschalen und Schlaginstrumenten. Die Titelwörter der lateinischen Messe werden mantrisch als Keimzellen musikalischen Prozessen zugrundegelegt. Ein polystilistisches Werk, das Avantgarde, Belcanto und Gregorianik einander ausspielt. (Schott-Wergo)

REQUIEM FÜR DAS ZWEITE JAHRTAUSEND (Vetter-Studioaufnahme)
UA Freiburg (Uni-Kirche) und Jooksan-Festival Korea
In zwanzig Szenen erinnern sich stilistische Wesenszüge der vergangenen zehn Jahrhunderte an ihre gemeinsame Quelle und präsentieren sich als zukunftsweisendes Gedankengebäude.






SPRACHLICHE MUSIK
Theater - Sprechende Inseln in singendem Meer - Gedichte- Gebet
"Seine Stimmband-Akrobatik verspricht immer wieder aufs Neue ein bizarres Live-Erlebnis. Mal dunkel vibrierend an der Schwelle zur Unhörbarkeit, mal grell und leuchtend, mal schreiend expressiv - Vetter hat seine Stimmbänder und Resonanzräume so subtil unter Kontrolle, daß er mit ihnen das kompakte physikalische Wellenspektrum eines Tones knacken und die einzelnen Bausteine dann zu immer neuen Kombinationen zusammenpuzzeln kann: eine große, in sich kreisende Tonspirale, und eine sanfte Heil-Massage für Synthi-Beat-verprügelte Gehörnerven." (S. Niehues, Prinz)

"Zweifellos ist Michael Vetter der Musiker, der sich auf der gegenwärtig aktuellen Welle von freien Improvisationen am weitesten hat vorantreiben lassen und als Komponist die in jedem Betracht extremsten Konsequenzen aus dieser Entwicklung gezogen hat. Gleichzeitig jedoch hat er mit diskursiver Intelligenz und exakter Phantasie die Methoden der Improvisation in eine angemessene, vorurteilsfreie Didaktik eingebracht, die gleichsam von vorne anfängt (anfangen mußte) und daher zwangsläufig noch nicht genau weiß, wo sie hinführen wird. Zu Diskussionen und ernster Auseinandersetzung reizt sie jedenfalls wie keine andere der gegenwärtig gängigen Methoden. Auch davon überzeugte dieser Abend in den Kunstsammlungen, der übrigens sehr gut besucht war und offenkundig viel Anklang bei den Zuhörern fand."
(H.G. Schürmann, Bonner Generalanzeiger)

"Eine der merkwürdigsten Erscheinungen in der Neuen Musik." (K.H. Bachmann,NZfM)

"Trotz seines großen Zuhörerkreises und etlicher Mitarbeiter bleibt Vetter der Künstler auf einsamer Höhe, ist die personifizierte Synthese europäischer und asiatischer Musikkulturen und Geisteswelten. Was er geschaffen hat, gehört ebenso zum Abendland wie zum Morgenland und bleibt eine künstlerische Gattung für sich. Zu Recht grenzt sich Vetter gegen falsche Etikettierung als Meditationsmusiker ab. Was er singt, ist "musikalische Mitteilung meditativer Reise-, ja Abenteuerlust." Dies ist es in der Tat. Ein Musiker von Weltformat."
(W. Wallrabenstein, HAZ)

Aufführungen ua. Paris (Centre Pompidou), Düsseldorf (Palais Wittgenstein), Salzburg (Galerie Armbruster), Bonn (Kunstverein), Graz (Kulturzentrum bei den Minoriten, diverse Dorfkirchen und Berggipfel der Umgebung), Bremen (Kunsthalle), Hannover (Sprengel-Museum), Darmstadt (St. Elisabeth), Tokyo (Seibu-Theater), S. Maximin (die Cathedrale; und der Gipfel des Pilou, des Berges bei St. Baume).

CDs
SPRECHENDE INSELN IN SINGENDEM MEER (Vetter-Studioaufnahme)

ELMAR DAUCHER: KLANG-STEINE - STEINKLÄNGE (PROVIVA)
Karl-Hinrich Stahmer: "Hommage a Daidalos"
Michael Vetter: "Musik aus Stein" - Belcanto-Ensemble: "Steinklänge"








ZEN-MUSIK - Offene Geheimnisse - a long song along a long song
japanische Koto, chinesischer Gong, tibetanische Klangschalen, indische Tambura, oesterreichisches Hammerklavier und amerikanische Blockflöte
"Michael Vetter, der in den 6oer Jahren die hausbackene Blockflöte in das provozierendste aller Avantgardeinstrumente verwandelte, ist Multi-Instrumentalist auf frappierend kreative Weise. Ein Instrument spielen heißt für ihn es neu erfinden: alles traditionelle Know-How ungeniert überspringend läßt er im Zwiegespräch mit Klavier, Gong, Klangschalen, Flöte, Koto und Tambura Klangprozesse entstehen, die ich diesen Instrumenten nie zugetraut hätte." (Das Musik-Instrument)

"Darf es erlaubt sein. eine Blockflöte derartig erotisch zu spielen? Wo bleibt da die Zensur?!" (The Recorder)

"Seinem Klavierspiel lauschend fühlt sich der Zuhörer wie in eine Traumlandschaft aus singenden Glocken versetzt. Selten habe ich meinen alten Flügel zuhause derart geliebt wie nach diesem Konzert." (ANZ)














Aufführungen ua. in Freiburg (Stadtgarten), Köln (St. Peter), Oldenburg (Auditorium Maximum), Montreal (Chapelle Historique du Bon Pasteur), Stuttgart (Hospitalkirche), Tokyo (Goethe-Institut), Kyoto (Kurodani, Enryaku-ji, Tenryu-ji, Ryoan-ji).


CDs

   KLANG-QUELLEN

ZEN-GONG "Einklang" - "Fünfklang" (Schott-Wergo)

SPACES Musik für elf Gongs, Zimbeln und Stimme (Jecklin Disco)


ZEN-GLOCKEN "Betonte Stille" - "Wolkenklang" (Schott-Wergo)

SILENCE Musik für 70 Klangschalen und Stimme (Jecklin Disco):


TAMBURA-MEDITATION (Schott-Wergo)
1. "Quasi rezitativo" - 2. "tänzerisch fließend"

TAMBURA-PRELUDES (Schott-Wergo)
ein Zyklus von 13 Charakter-Stücken entfaltet die Technik des "Oberton-Cembalos" im Sinne eines übergeordneten inhaltlichen Prozesses und bietet dem kreativen Hörer gleichzeitig so etwas wie eine Schule des Tambura-Spiels.

LIGHT Musik für drei Tamburas (Jecklin Disco)

GOLDGRUND III-IV Musik für Baßpolychord (Vetter-Studio)


   MEDITATIVE PROZESSE

ZEN-KOTO "Erinnerung in die Gegenwart" (Schott-Wergo)

CLOUDS Musik für zwei Kotos (Jecklin Disco)

WIND Musik für Flöteninstrumente, Gongs und Stimme (Jecklin Disco)
ENTFALTUNG II - LIEBESLIED II: aufgenommen in der Abbaye de Senanque.
KLANG-SCHMELZE: aufgenommen im Vetter-Studio.

IL FLAUTO DOLCE ED ACERBO (Bayer-Records)
Kompositionen von Baur, du Bois, Hashagen, Schönbach und Vetter

FLOWERS Musik für Klavier und Stimme (Jecklin Disco)

FLOW kontemplative Klaviermusik (Vetter-Studio)
Der Begriff "Flow" markiert in der transpersonalen Psychologie einen besonderen
Bewußtseinszustand, der daraus lebt, daß alles mit allem zusammenhängt. Die
Musik "Flow" hat im Sinn, in diesen Zustand meditativer Kreativität hinein zu
holen.

OFFENE GEHEIMNISSE (Network)
"ins wellenspiel hinein sich entsagende botschaft" (Klavier)
"dir alles gestehend" (Gesang, Obertongesang und Goldgrund-Tambura)
"drei kleine stücke über die tiefe der zeit" (Klangschalen)
"leidenschaftlicher versuch, das licht zu verführen" (Blockflöten und Gong)
"keines wegs aus trotz" (Gesang und Koto-Harfe)
"nachts über den berg seiner unheimlichkeit des heiligen" (Gong)
"verliebt aufwirbelnder wort-schatz" (Gesang und Koto-Harfe)
"das wandeln ist der wolke lust" (Oberton-Gesang und Koto-Harfe)
"variationen und aria über ein künftiges thema" (Tambura und Oberton-Gesang)







Karlheinz Stockhausen
SPIRAL für einen Solisten und Kurzwellenempfänger
Mit Michael Vetter habe ich seit 1964 Kontakt. Er nahm schon 1969 meine Komposition SPIRAL für eine Schallplatte bei WERGO auf. 1970 interpretierte er während der Weltausstellung Osaka, bei täglichen Aufführungen meiner Werke, die Komposition SPIRAL sehr oft.
Danach wirkte er bei der Uraufführung und in zahlreichen Aufführungen meines Werkes STERNKLANG mit und bei den Uraufführungen von GOLDSTAUB (AUS DEN SIEBEN TAGEN) und ALPHABET für LIEGE. Er nahm an den Schallplattenproduktionen von STERNKLANG und GOLDSTAUB für Deutsche Grammophon teil.
Anfang 1995 schlug Michael Vetter mir vor, mein Werk SPIRAL zum ersten Mal vollständig aufzuführen und für die Compact-Disc-Reihe der Stockhausen-Gesamtausgabe zu produzieren. Ich hörte ihn 1994 in einem Solo-Programm mit eigenen Werken und war sehr beeindruckt vom hohen künstlerischen Niveau seines Gesangs.
Das Projekt einer integralen Aufführung und Aufnahme von SPIRAL mit Vetter als Interpret faszinierte mich, denn seit der Entstehung der Partitur im Jahre 1968 hatte nie jemand gewagt, das ganze Werk mit einer Dauer von circa 2 1/2 Stunden in einer Aufführung ununterbrochen zu interpretieren. Wir probten SPIRAL am 18., 19. und 20. Oktober 1995 gemeinsam und nahmen das Werk am 22. November zwischen 17.00 und 20.00 Uhr ganz auf, mit einer Unterbrechung nach ca. 75 Minuten. Vetter interpretierte mit Stimme und Kurzwellenempfänger, und nur beim letzten SPIRAL-Ereignis verwendete er kurz eine Sopran-Blockflöte plus Stimme.
Das Ergebnis wird in Zukunft als Beispiel für eine neue vokale Interpretationsart gelten, was Technik, Universalität der Vokalstile und Meisterschaft der organischen Zeitformen angeht. Ich wäre froh, wenn einige Verantwortliche des Musiklebens Michael Vetter zu einer integralen Aufführung von SPIRAL einlüden. Sie können gewiß sein, daß Laien, Musikliebhaber und Musiker jeden Moment mit Aufmerksamkeit und Freude diese Meisterleistung schätzen werden.
(Karlheinz Stockhausen, 2. Dezember 1995)
Aufführungen (der Gesamt-Version) in Kürten (Stockhausen- Musikhaus), Odenthal (Studio Ballhorn), Forst (Kunsthaus Wäldchen); in Köln (UA: Healing Theatre; Auditorium Maximum).
Aufführungen (abschnittweise) ua. in St. Paul de Vence (Fondation Maeght), Rom (RAI), den Grotten von Jeita (Libanon), dem Basar von Shiraz und dem Serai Moshir (Persien), Bonn (Beethoven-Halle), London (Barbican-Center), Stockholm (Rundfunk), Osaka (EXPO 1970).

2 CDs mit Beiheft und Partitur
erhältlich beim Stockhausen-Verlag, 51515 Kürten, Kettenberg 15).
Michael Vetter: Stimme und Kurzwellen; Karlheinz Stockhausen: Klangregie und Supervision.






DuO - eine a-capella-Kammeroper für zwei Stimmen
Der fast schon gesetzte, wenn auch nach wie vor atemberaubende Meister Vetter und seine ebenso blutjunge wie provokant geniale Studentin Natascha, allein diese Besetzung ist schon ihre Reise wert. Aber dann das Programm! Wer hat jemals so exakt und gleichzeitig derart lupenrein und innig in Obertönen kommunizieren hören? Und das immer wieder aufs Neue ein- und aufbrechend ins Abenteuer merkwürdigster transverbal-stimmlicher Begegungen! Auf dem Hintergrund der Frage: "Was macht man, wenn man sich einander erklären möchte?" Nirgendwo erweist sich selbst-verständlicher, was Michael Vetter meint, wenn er vom "Jenseits" der Sprachen redet... (TAZ)
Aufführungen ua. in Berlin (Produktion im DeutschlandRadio, UA zur "Ars Akustica" auf dem Kaminsims im Haus Waldsee), in Holle (Glashaus), in Kürten (auf dem Küchentisch von K. Stockhausen) und in Budapest (Rundfunk-Gebäude).





LIEDERZYKLUS für zwei Stimmen
1999 sangen Natascha Nikprelevic und Michael Vetter zusammen im Rahmen der von J.E.Berendt herausgegebenen Sammlung der "Planetentöne" die Oberton-Meditation TANTRA, und ein halbes Jahr später führten beide anläßlich des Todes von J.E.Berendt im Rahmen einer ihm gewidmeten Gedächtnisfeier zum ersten Mal den an TANTRA anschließenden, ihm gewidmeten LIEDERZYKLUS auf, der seitdem im Repertoire des Duos eine ganz besondere Rolle spielt.
Aufführungen ua. in Baden-Baden (Stadtkirche, s.o.), in Korea (Jooksan-Festival), St. Gallen (Forum Pacific), Torino (Zona Castalia), Seggiano (als Geburtstagskonzert für Daniel Spoerri in dessen Atelier).

CDs
Tantra (in J.E.Berendt: "Die Planetentöne" - Universal)




Karlheinz Stockhausen
POLE FÜR ZWEI - für zwei Solisten, Kurzwellenempfänger und Klangregisseur.
Aufführungen abschnittweise mit Wolfgang Fromme, Gabi Rodens, Johannes Fritsch, Peter Eötvös, Karl-Heinz Böttner, David Johnson, Harald Bojè und Rolf Gehlhaar in Osaka (Expo 1970); mit Karl-Heinz Böttner in Shiraz/Persien (Serai Moshir) sowie in den Goethe-Instituten von Athen, Chania, Heraklion, Dublin, Glasgow, Edinburg und London.

Uraufführung des Gesamtwerkes (mit Natascha Nikprelevic) in Vorbereitung. Ähnlich wie im Falle von SPIRAL handelt es auch bei POLE um ein Werk, dessen als solche kenntlich gemachte Teile separat voneinander aufgeführt werden können, und auch POLE wurde bisher nur abschnittweise aufgeführt. Ein Blick in die Partitur lehrt indessen, daß, wie SPIRAL, so auch POLE im Sinne eines abendfüllenden strukturellen Dramas als Ganzes erlebt werden möchte. Sollte ein musikalische Veranstaltungen betreuender Leser dieser Web-Site räumlich oder inhaltlich eine interessante Möglichkeit sehen, die Uraufführung der POLE zu unterstützen, so bitten wir um baldige Nachricht. Die Vorbereitungen zur Aufführung werden spätestens 2004 abgeschlossen sein.



Projektionen
Eine Opera concréte für projizierte Kulissen-Partituren und sich in ihnen
bewegende Improvisationsensembles.
Rund 30 Jahre hat Michael Vetter als bildender Künstler "Sichtbare Musik" gemalt und fotografiert, wobei es seinen fotografierten "Klang-Spektakeln" bezeichnenderweise nicht darauf ankam, ob sie der Natur oder seinem Pinsel entstammten. Mit streng wissenschaftlicher Poetik suchte er in seinen Malgründen wie in den Jagd-Gründen des wo auch immer umherschweifenden Auges nach die Zeit ausdifferenzierenden Strukturen, um sie als musikalische Spiel-Räume, Notizen, Notationen, Gedichte mit einander ins Gespräch zu bringen und sich in ihnen schließlich selbst probeweise singend und tanzend zu bewegen. Am Ende stellt sich immer mehr davon - wenn nicht alles - als musikalische Partitur heraus.

Wobei von nun an "Im Bilde sein" bedeutet: sich in musikalischen Umfeldern musikalisch, also ihnen ent-sprechend bewegen. Ob man solches Verhalten musikalischerweise als Interpretation, als Werk- und Notentreue deuten mag - und darf? Vetter jedenfalls arbeitet seit Neustem mit professionellen Ensembles an einer Art improvisatorischer Oper, die den taktstockgewöhnten Spielern und Sängern ein Abenteuer zumutet, das über kurz oder lang ihr Leben von Grund auf ändern könnte. Die erste Einübung des ersten Teiles der "Projektionen" fand in Paris statt und erntete allseits Erstaunen. Die Instrumentalisten begaben sich in einer Weise ins Bild, die alles vergessen machte, was man unter Tänzern, Sängern und Instrumentalisten an strenger Modeteilung gewohnt war.


Die Oper "Projektionen" besteht aus vielen einzelnen "Bildern", die je nach den gerade sich herausstellenden Erfordernissen und Möglichkeiten in Zusammenarbeit mit den Mitwirkenden zusammengestellt werden. Zur Realisation des Werkes sind spezielle Vokal- und/oder Instrumental-Ensembles für Neue Musik ebenso geeignet wie die Teams konventioneller Opernhäuser. Über die Zusammensetzung des Ensembles entscheidet das individuelle Interesse.
Die Einstudierung einer Version der "Projektionen" verlangt einen kompakten Zeitraum von etwa einer Woche, innerhalb welcher je nach Wunsch und Bedarf täglich zwischen drei und sechs Stunden geprobt werden kann. Die Aufführungen leitet der Komponist, der gleichzeitig die Bildregie übernimmt. Da die Oper weder konventioneller Kulissen noch Requisiten bedarf, ist sie in besonderer Weise für Gastspiele geeignet.

Uraufführung des ersten Teils in Paris (Espace Fleuret).

Kontakt Michael Vetter:

(+49) (0) 171 75 30 193

Email: zen@vetter-transverbal.de